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"Radio Africa", "New Millionaires" - mit
diesen Liedern platzierten sich Latin Quarter Mitte der Achtziger
Jahre in den Top 20 der Deutschen Single-Charts; ihr Debüt
"Modern Times" wurde rund 250.000 Mal verkauft. Jetzt
haben sich vier Musiker der britischen Politpop-Formation (1983-1998)
um Frontmann Steve Skaith nach vierzehn Jahren Pause in der Originalbesetzung
wieder zusammengefunden und ein neues Album aufgenommen. "Ocean
Head" bietet (semi)akustischen (Folk)Pop in bekannter Latin-Quarter-Qualität
samt intelligenter, oft politisch-engagierter Texte.
Dass die von Kritikern und Publikum hoch geachteten Latin Quarter
wieder reformiert werden würden, hatte sich bereits abgezeichnet.
Anfang 2010 veröffentlichte Steve Skaith den Tonträger
"Latin Quarter - Revisited". Dafür hat der Sänger/Gitarrist
die Hits von einst ("Radio Africa" samt aktualisiertem
Text!) und weitere neun repräsentative Songs in einer akustisch
instrumentierten Variante neu eingespielt - allerdings mit einer
Band seines Namens. Dank der radikalen Entschlackung wirken Skaith
stets melodiöse Kompositionen intimer und packender. Er, der
schon früh Mitglied einer Menschenrechtsorganisation wurde,
stellt dadurch noch mehr als einst genau das in den Mittelpunkt,
was auch zum Latin-Quarter-Markenzeichen geworden ist: die reflektierte,
engagierte, zeitlos-aktuelle Poesie von Texter Mike Jones, handelnd
von politischen Krisenherden und generellen Missständen. -
So ist "Even Superman (is dead)", die erste Single aus
dem neuen Album, zwar von der berühmten Comicfigur inspiriert,
geht aber genau genommen der Frage nach, welche Bedeutung Heroen
wie Obama, Lennon, Marx & Co. heutzutage generell besitzen.
Das konzentrierte Musik-Konzept inklusive der gewohnt pointiert-geistreich-kritischen
Botschaft aus Mike Jones Feder setzt Steve Skaith, der ein Bewunderer
des auch von Bob Dylan und Eddie Vedder (Pearl Jam) geschätzten
amerikanischen Protest-Singer/Songwriters Phil Ochs ist, nun mit
den wiederbelebten Latin Quarter fort. Sie bestehen neben ihm aus
Sängerin Yona Dunsford, Steve Jeffries (Keyboards) und Bassist
Greg Harewood. Diese Besetzung und ihre Lieder garantieren ein höchst
abwechslungsreiches Programm, das eindrucksvoll Eines beweist: Engagierter
Klartext kann durchaus in Form von bestem Entertainment präsentiert
werden!
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Anhören
und/oder Kaufen bei
www.westparkmusic.bandcamp.com
Solo-Alben
"Steve Skaith"
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