Hedningarna

Discographie

  • Hedningarna (1989)
  • Kaksi! (1992)
  • Trä (1994)
  • Hippjock (1997)
  • Remix Projekt (1997)
  • Karelia Visa (1999
  Zeittafel

1987
finden sich Hållbus Totte Mattsson, Anders Stake und Björn Tollin trotz grundverschiedener musikalischer Herkunft, um mit einer Suche nach der Mutter aller Rhythmen und nach den Wurzeln alter nordischer Kultur zu beginnen. Sie nennen sich "Hedningarna", die "Heiden" oder auch "Ungläubige" - und das trifft voll auf ihren rauhen, respektlosen Umgang mit den damals herrschenden Idealen der schwedischen Folkmusik zu. Anders Stake beginnt, alte Instrumente nachzubauen oder neue zu erfinden, damit die Band die Sounds hörbar machen kann, die bislang nur in der Vorstellungswelt des Trios existieren.

1988
schreiben die Drei die Musik zum sechs-Stunden-Epos "Den stora Vreden" (Der große Zorn) und führen sie auch auf. Regie: Peter Oscarsson.

1989
erscheint das erste Album "Hedningarna".

1991
stoßen die beiden finnischen Sängerinnen Sanna Kurki-Suonio und Tellu Paulasto zur Band.

1992
erscheint "Kaksi!" und die schwedische Musikszene ist nicht mehr das, was sie am Vortag noch war. Sämtliche Radio- und TV-Programme berichten über die Band, die die Zuhörer auf Folk-Konzerten zu Head-Bangern und Stage-Divern macht.

1993
erhalten Hedningarna unter frenetischem Applaus den schwedischen Grammy. Allein in schwedischen Folkmusik-Kreisen verkauft sich das Album bis dato unglaubliche 35.000 Mal.

1994
folgt diesem Erfolg das Album "Trä". Auf dem Roskilde Festival spielt die Band auf der grünen Bühne vor mehr als 20.000 Zuhörern.

1995/96
Die Band ist nahezu ohne Unterbrechung auf Tournee in Skandinavien und dem restlichen Europa. Da ist es wenig überraschend, dass die beiden Sängerinnen Sanna und Tellu eine Auszeit nehmen, teils wegen Schwangerschaft und Familie, teils um die Ausbildung an der Sibelius Akademie zu beenden - sie waren ja quasi von der Schulbank direkt in die Hektik des Musikbusiness gezogen worden. - Die drei Jungs beginnen mit den Arbeiten zu "Hippjock". - Lediglich bei einigen großen Festivalauftritten ist die Band noch als Quintett zu sehen. Als Tellu Paulasto ihr endgültiges Ausscheiden aus der Band bekannt gibt, übernimmt Anita Lehtonen deren Part.

1997
erscheint "Hippjock" eingespielt vom Gründungstrio Anders Stake, Hållbus Totte Mattsson und Björn Tollin verstärkt durch berühmte Freunde. Eingefangen wird das Gefühl der alten Tänze in den nordischen Dörfern - diesmal unter Einsatz moderner Technologie. Alles, was Töne macht, wird "unter Strom" gesetzt und zu einer neuen Musik zusammengefügt. Dabei schreckt das Trio auch nicht vor dem Gebrauch von gesampelten Loops und anderen Techniken der elektronischen Klangmanipulation zurück. Das Ergebnis ist eine Art urtümlicher Trip-Hop, der folkig und eindeutig nordisch klingt - "wie ein Ziegenmagen unter Strom", so die Band. - Seit den Aufnahmen wird die Band verstärkt durch Bassist Ulf Ivarsson an der von Totte neu entwickelten Bass-Laute. Anders Stake ändert seinen Namen in Anders Norudde.

1998
Während eines der kältesten Winter seit langem reist die Band, wieder komplettiert durch die Mädels, nach Russisch-Karelien, um sich Anregungen für das neue Album zu holen. Die Aufnahmen finden im Frühjahr und Sommer 1998 statt; nach den Aufnahmen verlässt Ulf Ivarsson die Band.

1999
erscheint "Karelia Visa".