Gjallarhorn gjallar

Jenny Wilhelms - Gesang

kennzeichnet die unterschiedlichen Ornamente und Mikro-Klangmalereien, durchzogen mit Elementen der Improvisation, die so tief in der skandinavischen Gesangstradition eingebettet sind. Da die nordischen Hymnen aus den Gregorianischen Chorälen entstanden sind, gibt es viele Gemeinsamkeiten mit den Tonarten aus dem Mittleren Osten und Indien. Die mittelalterlichen Balladen aus Skandinavien repräsentieren eine gesangliche Tradition von epischen Geschichten, die von Generation zu Generation über Hunderte von Jahren weitergegeben wurden. Jenny Wilhelms hat ihre gesamte Aufmerksamkeit den Gesangs- und Geigenspiel-Traditionen Skandinaviens gewidmet, wobei die Musik der schwedischen Minderheit in Finnland den Mittelpunkt bildet. Unter anderem komponiert Jenny Wilhelms zeitgenössische Folkmusik für Chöre und Vokalensembles. Ihr Arbeiten mit den verschiedenen Stilen der skandinavischen Folklore führte dazu, dass sie fast alle Länder und Regionen des nördlichen Europas an renommierten Institutionen genauer studierte. So besuchte sie die Sibelius Akademie in Finnland, die Ole Bull Akademie in Norwegen, das Konservatorium von Keski-Pohjanmaa und das schwedische Malungs Folkhögskola.

Adrian Jones

Die Geigeist der Hauptbestandteil der instrumentalen Tradition Schwedens und der finnischen Westküste. Die Bratsche bringt mehr Tiefe und Variationsreichtum in die zweite Stimme und beschwört den alten und charakteristischen „Oktaven-Harmonie“-Sound, der normalerweise von zwei Geigen erzeigt wird. Die Mandola ist eine Oktav-Mandoline mit einem spezielle Grund-Brummen und beweglichen „Pin-Point Cappos“. Der Viertelton verziert die Mikrotonalität, die die Mandola zu einem idealen Instrument für diese (auf nordische Traditionen basierenden) Stücke macht, in der die traurigen Noten eine zentrale Rolle spielen. Adrian Jones hat seine Wurzeln in der schwedischen Folklore der Region Dalarna, aber er hat ein offenes Ohr für alle Arten der Weltmusik rund um den Globus. Er studierte am Konservatorium in Falun/Schweden und am Royal College of Music’s Department of Folk Music.

Petter Berndalen

Sein Spiel ist speziell darauf ausgerichtet, den existierenden Beat in den Tanzstücken und Balladen herauszuheben. Sein Drumming folgt der Melodie-Linie der Stücke auf spielerische Weise. Petters Ziel ist es nicht eine reine Begleitung zu produzieren, die zum Folk-Metier passt, sondern ein grundlegendes Bestandteil des Stückes zu kreieren. Er erreicht dies, in dem er die tonalen Wege des Geigers studiert und dessen Kurven und Konturen in sein eigenes Spiel aufnimmt. Petter studierte am Royal College of Music in Stockholm und ist der este Perkussionist der Welt, der einen akademischen Grad in schwedischer Volksmusik innehat. Er besuchte noch die Sund Folkehögskole in Schweden, die Birka Folkhögskola in Östersund/Schweden und die Schule für Musik und Musikerziehung an der Universität in Göteborg.

Göran Månsson

Der Sub Contrabass Recorder ist ein barockes Instrument, das vorzüglich zu mittelalterlichen Balladen passt. Es fügt der Musik außerordentlich tiefe Bereiche zu und kann sehr variationsreich eingesetzt werden. Und es kann eines der grundlegendsten Elemente der skandinavischen Musik erzeugen: das Drone, das Brummen. Ebenso Göran Månsson auch diverse Flöten. Er ist ein Absolvent des Royal College of Music in Stockholm und zählt seit kurzem zu den aufregendsten und dynamischsten Flötisten der neuen schwedischen Folk Szene. Er ist sehr gefragt als Studio- und Sessionmusiker für Alte Musik und Folkpop-Aufnahmen und war mit diversen Formationen weltweit auf Tour. Göran lehrt am Royal Collage of Music im Bereich Alte Musik.

Über Bruce Swedien, der das Album abgemischt hat:

Der fünfmalige Grammy-Gewinner Bruce Swedien begann seine musikalische Karriere in der Post-Swing-Ära und führte bis in die heutige multimediale Digital-Technologie. Seine erste öffentliche Aufmerksamkeit erregte er 1962 durch „Big Girls Don’t Cry“ von Frankie Valli and the Four Seasons. Sein größter Erfolg war sicherlich die Aufnahme und das Abmischen von Michael Jacksons „Thriller“-Album, dem bestverkaufsten Album in der Geschichte der Musikindustrie (60 Millionen verkaufte Exemplare). Insgesamt wurde Bruce Swedien 13 mal für den Grammy nominiert. Er gewann zehn weitere Grammy-Zertifikate, zweimal den ASCAP Composer Award und wurde für fünf TEC Awards nominiert. 1991 wurde er mit dem TEC Hall of Fame Lifetime Achievement Award geehrt. Im November 2001 erhielt er die „Ehrendoktorwürde für Philosophie“ der Technischen Universität von Luleå, einer Ehrung, die im Auftrag von König Carl Gustav XVI verliehen wird. Swedien, ein in Minnesota geborener Nachkomme schwedischer Einwanderer, ist der Erste aus der Musikindustrie, der diese außergewöhnlich ehrenvolle Auszeichnung erhielt.