Dario Domingues


Discographie
  • The End of Yagans Journey (intercord 1981)
  • Exodus South of Rio Grande (intercord 1983)
  • Born in the Land of Wind (LP 1985 / Westpark CD 1994)
  • Awakening in Rhythms (LP 1987 / Westpark CD 2000)
  • Children of South America (pläne 1988)
  • Sunset over the Cordilleras (Westpark 1992);
  • Under the Totems I (Westpark 1993)
  • Maria (Westpark CD-Single 1994);
  • Under the Totems II (Westpark 1995)
  • Maya (Instrumentals 1996 - derzeit nicht erhältlich)
  • Los Vibrantes (Westpark 1999)
Seit 1981 tourt er mehr oder weniger regelmäßig durch Europa. Oft auch mit Musikern wie Daniel Lanois oder Eberhard Schöner. Mit "Born in the Land of Wind" knüpft er 1985 nahtlos an die Erfolge der ersten beiden Alben an; 1988 folgt "Children of South America".

Niemals zuvor war die Musik indianischer Erlebniswelten so stimmungsvoll und eindringlich präsentiert worden. Damals wurde für diese Fusion von süd- und nordamerikanischer Folkmusik des argentinischen Flötenspielers der Begriff "Ethno-Musik" kreiert. Diese Musik war kämpferisch, verträumt und auch melancholisch. Und auch als Filmmusik gefragt.

1987 gönnte sich Dario Domingues ganz bewusst eine fünfjährige Aus-Zeit vom sogenannten Business anlässlich der Geburt seines Sohnes Damion. Es folgen Tourneen und die beiden Produktionen "Under the Totems I + II" - die zweite aufgenommen in der Berliner Passionskirche. Darauf sind auch einige seiner 'Klassiker' wie "Ill Rivers", "Don't Cry" und "Los Unos y los Otros" in neuen Versionen zu hören. Begleitet wird er neben Harfenistin Joanne Meis wie immer von seinem langjährigen Gitarristen Danny Artuso an elektrischen und akustischen Gitarren und von Martin Newman am Kontrabass und E-Bass.

Die Anerkennung, die er in den 80ern erfahren hatte, blieb dann in den 90ern aber weitgehend aus. Dem unnachahmlichen Flötenspiel hatte Dario im Lauf der Zeit mehr und mehr Perkussion-Elemente und Gesang hinzugefügt. Er integrierte Klangfarben wie Saz, Akkordeon, Mandoline, Gitarre, Harfe und Guitarpercussion in seine Musik. Und musste feststellen, dass weder seine CDs noch seine Konzerte die Beachtung fanden, die sie künstlerisch betrachtet verdient hätten.

Die Veröffentlichung des melancholischen "Los Vibrantes" verzögert sich durch einen tragischen Unfall: Dario wird Opfer eines Überfalls - Tourneen und Veröffentlichung des Albums werden verschoben. Die Produktion erscheint zur Tournee im November 1999.

Im April 2000 stirbt Dario Domingues. Den Zeitpunkt seines Todes wählte er selbst; am 16. April 2000 setzte er seinem Leben ein Ende. Dario Domingues wurde 46 Jahre alt.